Gelegenheitsschriften

Gelegenheitsschriften zählen zu den ergiebigsten personenkundlichen Quellen der Frühen Neuzeit. Sie sind meist im Zusammenhang mit Geburts-, Fest- und Todestagen entstanden, umfassen oft nur wenige Seiten, wurden in kleinen Auflagen gedruckt und vor allem lokal oder regional verbreitet.
Die Forschungsbibliothek Gotha bewahrt eine reichhaltige Sammlung an Gelegenheitsschriften, die ihren Anfang durch Integration aufgelöster älterer Bibliotheken des sächsisch-thüringischen Raums und der Bibliothek des Gothaer Gymnasium nahm. Diese Sammlung wurde in der damaligen Hofbibliothek durch das Herzoghaus Sachsen-Gotha-Altenburg weitergeführt. In einem von der DFG geförderten Projekt hat die Forschungsbibliothek Gotha zusammen mit Prof. Dr. Klaus Garber/Interdisziplinäres Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Osnabrück rund 7.500 Gelegenheitsschriften vom ersten Auftreten des Humanismus bis an das Ende des 18. Jahrhunderts digitalisiert und erforscht. Die Digitalisate werden unter anderem in der Digitalen Historischen Bibliothek angezeigt.

Digitalisate in der Digitalen Historischen Bibliothek anzeigen Datenbank Interdisziplinäres Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)
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